Projekttage der 6. Klasse im Zellinger Forst

 (verfasst von Lukas Götz. Klasse 6a)

 

Am 2.5.2022 und am 6.5.2022 waren die Schülerinnen und Schüler der sechsten Klasse der MIZE im Zellinger Forst .Diese lernten zusammen mit ihrer Lehrerin Alisa Prosenbauer am Montag zunächst die Baumarten kennen und am zweiten Tag standen Waldböden und Bodenuntersuchungen auf ihrer Liste.

 

Als sie am Montag am Treffpunkt am Sundleitengraben ankamen, begrüßten sie Frau Sander vom AELF Karlstadt. Frau Sander fragte die 6.Klasse, welche Baumarten sie kannten. Dort lernten sie auch eine neue Baumart namens Douglasie kennen. Diese hat als Besonderheit, dass ihre Rinde nach Orange riecht. Außerdem hörte die Klasse, dass der Wald schwer unter der Klimaerwärmung leidet und es den Fichten schlecht geht. Danach teilten sie sich in Zweiergruppen auf und spielten ein Ertastspiel, um ihr Wissen zu den verschiedenen Baumarten auszuprobieren. Wenig später sollten die Kinder der 6. Klasse in Gruppen eine Präsentation über eine Baumart halten. Als sie fertig waren, verabschiedeten sie sich und liefen zurück.

 

Am 6.5. begrüßten sie wieder Frau Sander und ihre drei Hunde Dino, Fam und Memphi. Als erstes wiederholten sie die Baumarten. Dann wanderten sie im Wald und bauten eine Erdschichtenleiter. Die 6. Klasse führte im Bestand und in der Rüttelgasse ein Dosenexperiment durch. Dadurch bemerkten sie, dass in der Rüttelgasse der Boden härter ist als im Bestand. Danach machten sie im Bestand und in der Rüttelgasse Löcher mit Hohlsparten. So fanden die Kinder heraus, dass Bodenverdichtung dazu führt, dass Wasser schlechter im Boden versickern kann. Mit Ton klebten sie als Abschluss Tiere und andere Formen an die Baumrinde. Später verabschiedeten sie sich von Frau Sander und liefen zur Schule zurück.

 

 Die 6. Klasse bedankt sich bei Frau Sander für die tollen Tage und freut sich auf ein Wiedersehen.                                                                                                                                                  

 

Wir schwimmen für die Bienen - Bienenfutterautomat

 

Seit kurzem kann man am Zellinger Ankerbiergarten aus einem umgebauten Kaugummiautomaten Saatgut für eine Bienenweide kaufen. Die kleinen Kapseln kosten 50 Cent und sind für zwei Quadratmeter Boden gedacht. Es gibt sie mit ein- und mehrjähriger Mischung. Aufgestellt und finanziert wurde der Bienenfutterautomat von der Bienen AG der Mittelschule Zellingen.

 

Insbesondere veranstaltete die AG im vergangenem Jahr nach den Bundesjugendspielen im Zellinger Freibad ein Sponsorenschwimmen, bei dem jeder für den guten Zweck Bahnen ziehen konnte. Sportlehrerin Nina Wannagat berichtet, dass 33 Schüler und sieben Erwachsene damals insgesamt 518 Bahnen schwammen und fast 2000 Euro zusammenkamen. Mehr als genug für den Bienenfutterautomaten, der nun offiziell in Betrieb ging.

 

Besonders freute sie die Unterstützung der Gemeinde, Bürgermeister Stefan Wohlfart und die evangelischen Jugendhilfe, die den Biergarten gepachtet hat. Die Gemeinde schlug mögliche Standorte für den Automaten vor. Die Bienen AG entschied sich für die Mauer am Biergarten. Jürgen Keller von der Jugendhilfe stimmte sofort zu, weil das Projekt mit dem Ziel, die Schöpfung zu erhalten, gut zu einer kirchlichen Organisation passe.

 

In jeder Saatkapsel steckt auch eine kleine Anleitung – gedruckt mit Ökofarben auf Recycling-Papier. Neben dem Automaten gibt es eine Tafel mit einer Kurzanleitung und einem QR-Code, der zur ausführlichen Aussaatanleitung führt. Die Kapseln selbst sollen nach der Aussaat möglichst nicht entsorgt werden, sondern sind als Mehrwegsystem gedacht. Ein gelber Briefkasten neben dem Futterautomaten dient als Rückgabebox.

 

Zur Eröffnung kamen neben Bürgermeister Stefan Wohlfart und Jürgen Keller auch 20 Schülerinnen und Schüler der Klasse 5a der Mittelschule. Einige davon sind auch in der Bienen AG. Diese wird den Automaten auch betreuen, also Saatkapseln nachfüllen und das Geld entnehmen. Eine komplette Füllung der beiden Schächte würde für etwa 800 Quadratmeter Bienenweide reichen. Die Blüten stehen sechs bis acht Wochen nach der Aussaat in voller Pracht.


Spendenaktion für die Ukraine

Uns alle bewegt und besorgt der Krieg in der Ukraine. Eine Situation, die uns in unseren Grundfesten erschüttert und fassungslos macht. Nun bangen wir mit den Ukrainerinnen und Ukrainern vor Ort und auch mit den Menschen hier, die ihre Familien und Freunde nicht in Sicherheit wissen. Um dieser Sorge Ausdruck zu verleihen und Solidarität zu zeigen haben die Schülerinnen und Schüler der Mittelschule eine Spendenaktion ins Leben gerufen. Dazu organisierte jede Klasse der MiZe jeweils freitags in der ersten und zweiten Pause einen Kuchenverkauf für alle. Der Erlös dieses Verkaufes soll nun an „Aktionsbündnis Katastrophenhilfe“ gehen, um den Menschen in der Ukraine zu helfen. Ebenso an der Spendenaktion beteiligte sich die Bienen-AG unserer Schule, die 300,- € ihres Honigerlöses zusteuerte sowie der Elternbeirat mit 50,- €. Insgesamt kam so die stolze Summe von 950,- € zusammen. Vielen Dank für die tolle Unterstützung dieser Spendenaktion an alle Beteiligten.


Ein-Blick in das jüdische Leben an der Mittelschule Zellingen - Die Klasse 8a „mischt sich ein“

Am 26.April 2022 fand in der Mittelschule Zellingen eine Ausstellung zu jüdischem Leben in Laudenbach statt. Organisiert und durchgeführt wurde diese von der 8. Klasse im Zuge des von der Landeszentrale für politische Bildung angebotenen Projektes „Einmischen!“.

 

„Einmischen!“   ist ein neues Projektformat, das auf politisches Lernen und praktische Demokratieerfahrungen abzielt. Schüler und Schülerinnen wählen ein aktuelles gesellschaftliches Schlüsselproblem aus, um ein eigenes Engagementprojekt an der
Schule oder im näheren Umfeld zu realisieren.  Durch begleitende Workshops und in
Kooperation mit den ehrenamtlichen Paten Georg Schirmer von dem „Förderkreis ehemalige Synagoge Laudenbach e.V.“ und  Wieland Gsell, Bürgermeister Zellingen a. D., stärkten die
Jugendlichen ihr Bewusstsein für gesellschaftliche Probleme und demokratische Werte. So
entwickelten sie eigenständig eine Projektidee zum Thema Antisemitismusprävention und sammelten Erfahrungen in der Projektplanung, um in der eigenen Lebenswelt Veränderungen zu einem nachhaltigen und demokratischen Miteinander anzustoßen.

 

Im Zuge der Ausstellung, die die gesamte Schulfamilie besuchte, wurden Biographien jüdischer Laudenbacher und vom „Förderkreis ehemalige Synagoge Laudenbach“ zur Verfügung gestellte Exponate präsentiert. Zudem wurde eine von den Schülerinnen und Schülern selbstständig erstellte Videodokumentation zum jüdischen Leben in Laudenbach und die jüdische Kultur in all ihren Facetten vorgestellt. Die Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse mischten sich im Zuge ihres Engagements also aktiv in das gesellschaftliche Leben ein, um die Worte Willy Brands und Abraham Lincoln zu verwirklichen: „Der beste Weg die Zukunft vorauszusagen, ist sie selbst zu gestalten.“

 

 


„Frieden ist nicht alles, aber ohne Frieden ist alles nichts.“

Der schreckliche Krieg in der Ukraine erschüttert in diesen Tagen die ganze Welt. Die Schülerinnen und Schüler der Mittelschule Zellingen setzten am Freitag, den 11.3.2022, gemeinsam ein persönliches Zeichen gegen den Krieg, indem sie ihre Hände für den Frieden erhoben. Mit großem Engagement zeigte die Schulgemeinschaft auf diese Weise ihre Solidarität mit den Menschen in der Ukraine. In den kommenden Wochen wird jeweils eine Klasse am Freitag in den Pausen einen Kuchenverkauf organisieren und durchführen, um Geld für die Opfer des Krieges zu sammeln.


Besuch einer Expertin im Fachunterricht Ernährung & Soziales, 9. Jahrgangsstufe

Am Dienstag, 08. Februar 2022 war es endlich soweit: Frau Aust von der Metzgerei Hartmann aus Karlburg besuchte uns im Fachunterricht Ernährung & Soziales an der Mittelschule in Zellingen. 

 

Lange hatten wir uns mit dem Thema Berufe & Ausbildung aus den Bereichen Ernährung & Soziales beschäftigt und unterschiedliche Berufsbilder genauer unter die Lupe genommen. Persönliche Interessen oder Abneigungen zeigten sich schon in diesen Stunden.

 

Doch heute war der Tag endlich gekommen. Für alle Beteiligten war es eine besondere Situation. Schließlich hat man nicht jeden Tag eine Expertin im Unterricht mit dabei. Wie ist das wohl, wenn die Schulzeit beendet ist und die Arbeitswelt wartet? Wir waren alle sehr gespannt.

 

Zuerst berichtete Frau Aust über ihren Berufsalltag in der Metzgerei. Ihre Aufgaben und Tätigkeiten erklärte sie uns der Reihe nach und zeigte dazu verschieden Fotos aus unterschiedlichen Arbeitsbereichen. Nicht nur das ansprechende Anrichten der Wurst- und Fleischtheke zählen dazu, sondern auch das tatkräftige Durchmischen der großen Fleischsalatmenge mit beiden Händen. Wir staunten nicht schlecht. Auch das Fachwissen über die verschiedenen Fleischerzeugnisse und Zubereitungshinweise beeindruckte uns sehr.

 

Aber zu jedem Beruf gehören natürlich auch spezifische Arbeitsbelastungen. Auch danach fragten wir die Expertin „Löcher in den Bauch“. So erklärte sie uns, dass ihre Haut an den Händen häufig Probleme hat mit dem ständigen Wechsel zwischen Wärme (z. B. warmes Wasser zum Reinigen der Arbeitsflächen und -utensilien) und Kälte (z. B. Fleisch- und Wurstwaren). Frau Aust achtet deshalb immer auf eine besonders gute Hautpflege für ihre Hände. 

 

Das Wichtigste in diesem Beruf sei – wer hätte es gedacht – Freundlichkeit. Dies bestätige uns Frau Aust ohne zu zögern. Der Kontakt zu den Kunden sei ohnehin von großer Bedeutung. Das Arbeiten mit Menschen sei auch ein Grund gewesen, warum sie sich für diesen Beruf entschieden hat.

 

Am meisten Freude bereitet ihr das Legen von kalten Platten. Die eigene Kreativität kann man dabei voll entfalten. Es erfordert zwar etwas Übung und Fingerspitzengefühl, aber die tollen Ergebnisse sind all die Mühen wert. Das wollten wir natürlich auch selbst ausprobieren. Dafür hatte Frau Aust für alle Wurst- und Käseaufschnitt mitgebracht. Auf geht’s in die Küche!

 

Nachdem wir wichtige Regeln für das Legen einer kalten Platte besprochen hatten, ging es los. Jeder durfte sein Können zeigen. Das war klasse! Die Ergebnisse können sich auf jeden Fall sehen lassen.

 

Und das Beste zum Schluss: Wir durften das alles selber essen!

 

Das war wirklich ein toller Tag. Einer Expertin zuzuhören, die vom „echten Berufsleben“ erzählt, ist sehr spannend. Eine willkommene Abwechslung im eigenen Unterrichtsalltag! 

 

Wir bedanken uns herzlich bei Frau Aust, die sich die Zeit genommen hat, um zu uns in die Mittelschule zu kommen und ihre Fachkompetenz weiterzugeben. Außerdem ein herzliches Dankeschön an die Metzgerei Hartmann, die sich auf dieses Experiment eingelassen hat und für die leckeren Wurst- und Käseerzeugnisse! 

 

Schüler/innen M9/R9, Mittelschule Zellingen

 

Frau Gundlach

 


Rollstuhlprojekt der 5. und 6. Klasse der  Mittelschule Zellingen

„Wir nehmen eine andere Perspektive ein und machen den Rollstuhlausweis“

 

Menschen erleben in unserer Gesellschaft ihren Alltag in verschiedenen Bereichen aus unterschiedlichen Perspektiven. Diesen Perspektiven Raum zu geben und die eigene für einen Moment zu verlassen, kann uns dabei helfen, Sensibilität, Anerkennung und Einfühlungsvermögen gegenüber unseren Mitmenschen zu erlangen. 

 

Im Zuge des Praktikums unseres Lehramtsstudiums haben wir die Möglichkeit genutzt, um mit den Schülerinnen der 5. und 6. Jahrgangsstufe eine neue Perspektive in unserem Rollstuhlprojekt einzunehmen. Durch die Universität Würzburg wurde uns die Möglichkeit geschaffen, mit Frau Wannagat und den Schülerinnen im Sportunterricht das Gefühl von Alltags- und Sportsituationen im Rollstuhl zu erfahren und so Inklusion ganz nah zu erleben.

 

In der Turnhalle begegneten den Schülerinnen an Stationen Herausforderungen, welche Bereiche des Alltags von Menschen im Rollstuhl exemplarisch verdeutlichten. Mit Freude auf das Neue und Unbekannte öffneten sich die Schülerinnen diesen Aufgaben und bekamen innerhalb unseres Projekts eine abgewandelte Form des Rollstuhlausweises. Von kleinen Rollstuhlbasketball-Übungen, dem Zusammenspiel und Zupassen von Bällen, herausfordernden Alltagssituationen, wie dem Transport von Einkaufstaschen bis hin zu der erschwerten Mobilität durch Barrieren im Rollstuhl, haben die Schülerinnen mit gegenseitiger Hilfe und durch Anleitung von Frau Wannagat und uns alle Stationen mit Bravur gemeistert! 

 


518 Bahnen im Zellinger Freibad für die Bienen geschwommen

Beim Sponsorenschwimmen für einen Bienenfutterautomaten zogen 33 Schüler der Zellinger Mittelschule sowie sieben Erwachsene im Freibad ihre Bahnen. Zwei Stunden lang gehörte das Zellinger Freibad am Montag der Zellinger Mittelschule. Die Schülerinnen und Schüler der 7a mit ihren Lehrerinnen Ann-Katrin von Neuhoff und Nia Wannagat organisierten unter dem Motto "Wir schwimmen für die Bienen" ein
Sponsorenschwimmen, um einen Bienenfutterautomaten kaufen zu können.

 

Das klappte auch: Mit insgesamt 518 geschwommenen Bahnen, für die es Sponsoren gibt, ist die Finanzierung des Automaten der mit Erstbestückung rund 600 Euro kostet, in trockenen Tüchern. Auch die Schulleiterin Katja Leipold, die selbst Hobbyimkerin ist, unterstütze das Projekt der Siebtklässler und schwamm ebenfalls ihre Bahnen und sponserte selbst einige Schülerinnen und Schüler.Aus dem Bienenfutterautomaten, der an der Zellinger Mainlände oder beim Anker-Biergarten aufgestellt werden soll, handelt es sich um eine umgebauten Kaugummiautomaten der 60er bis 80er-Jahre. Für 50 Cent kann man sich dort statt der Süßigkeit eine Samenkapsel für Pflanzen "drehen", deren Blütenpollen bestäubenden Insekten wie Bienen nutzen. Gesät werden soll im heimischen Garten. Sowohl der Umbau der alten Automaten als auch das Bestücken der Sammelkapseln erfolgt in Handarbeit bei der Bienenretter-Manufaktur. Das bundesweite Projekt der Bienenfutterautomaten wurde mit dem Preis "Projekt Nachhaltigkeit" des Rats für Nachhaltige Entwicklung (RNE) ausgezeichnet. Im ersten Jahr wird auf jeden Fall die
Mittelschule den Automaten betreuen.


Für das Sponsorenschwimmen konnte sich jeder Schüler und jede Schülerin aus den Klassen fünf bis acht bis zu sechs Sponsoren suchen, die für jede Bahn einen vereinbarten Betrag für das Projekt spendeten. Jede Klasse hatte drei Schwimm-Slots von 15 Minuten mit je 15 Minuten Pause dazwischen. In denen konnte ein Eis als kleine Erfrischung geschleckt werden, das Bürgermeister Stefan Wohlfart spendierte, der vor dem Start die Aktion lobte und alle, die sich dafür Zeit nahmen. Das waren 30 Schüler der aufgerufenen Jahrgangsstufen, dazu drei Neuntklässler und sieben Erwachsene. Im Einzelnen schwammen sechs Schüler der fünften Klasse zusammen 72 Bahnen (je 50 Meter), fünf Schüler der Klasse 6a schafften 72 Bahnen und vier Schüler der 6b legten 62 Bahnen zurück. Von der siebten Klasse stürzten sich elf Schüler in die Fluten und erschwammen 109 Bahnen, von der achten Klasse brachten es vier Schüler auf 72 Bahnen. Hier war auch der eifrigste Schimmer mit allein 23 Bahnen dabei, knapp gefolgt von Schwimmtalenten der sechsten Klassen (22 Bahnen aus der 6a, 20 Bahnen aus der 6b). Drei Helfer von der Klasse 9a ließen es sich nicht nehmen, 20 Bahnen zu schwimmen. Das Lehrerkollegium, Betreuer der offenen Ganztagsschule und Freiwillige trugen weitere 111 Bahnen bei. Unterm Strich kamen so 518 Bahnen zusammen. Da absehbar ist, dass die Sponsorengelder die Kosten des Automaten übertreffen, soll der Überschuss gespendet werden. Angedacht ist dafür die Flutopfer-Hilfe.